Das Kammermusikfestival in der Schorfheide

Künstler 2025

Gregor Sigl

Viola

Als Solist und als Mitglied des Artemis Quartetts konzertiert er weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und ist regelmäßiger Gast bei zahlreichen internationalen Festivals.

Der Geiger und Bratschist Gregor Sigl wurde in eine Musikerfamilie geboren. Er erhielt im Alter von fünf Jahren ersten Musikunterricht bei seinen Eltern und an der Albert Greiner Singund Musikschule in Augsburg. Bereits als Zehnjähriger begann er ein Studium an der Musikhochschule Mozarteum in Salzburg und wurde im Alter von siebzehn Jahren in die internationale Meisterklasse des Lettischen Geigers Philippe Hirshhorn am Utrecht Conservatorium aufgenommen.

Gregor Sigl und das Artemis Quartett sind exklusiv bei Erato/Warner unter Vertrag. Seit 2007 bekleidet er eine Professur an der Universität der Künste in Berlin. Von 2007 bis 2022 hielt er außerdem eine Professur an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel.

Ivan Karizna

Violoncello

Ivan Karizna gilt als einer der ausdrucksstärksten Musiker der jungen Generation und ist gleichermaßen bekannt für seine poetischen Interpretationen und seine beeindruckende Bühnenpräsenz. Sein Spiel wird von lebenden Legenden der Musikwelt geschätzt, wie Andras Schiff, der Ivan als „einen der besten Cellisten seiner Generation“ bezeichnete, und Gidon Kremer, der einst sagte: „Ivan hat durch Musik etwas Besonderes zu sagen.“

Ivan entstammt zwei unterschiedlichen Spielschulen. Bis zu seinem 17. Lebensjahr wuchs er in der traditionellen russischen Schule auf, doch nach seiner Aufnahme am Pariser Konservatorium setzte er sein Studium bei Jerome Pernoo und später bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy in Deutschland fort. In diesen Jahren gewann er Preise beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel, beim Guilermina-Suggia-Wettbewerb in Porto und vielen anderen.

In den letzten Spielzeiten war Ivan Karizna Solist beim Stuttgarter Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig, den Brüsseler Philharmonikern, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Montreal Symphony Orchestra, dem Nationalen Sinfonieorchester der Ukraine und anderen. Er arbeitete mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Stephane Deneve und Juraj Valcuha zusammen.

Im Januar 2023 gab Ivan sein vielgelobtes Debüt im Concertgebouw in Amsterdam, wo er Truls Mork im Dvorak-Konzert mit dem Niederländischen Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Markus Poschner ersetzte.

Als begeisterter Kammermusiker arbeitet er häufig mit Musikern wie Clara Jumi Kang, Amihai Grosz, Elena Bashkirova, Gerard Causse, Boris Brovtsyn, Enrico Pace, Olli Mustonen, Liza Fershtman, Andrei Korobeinikov, Alena Baeva, Vadym Kholodenko, Mate Bekavac und anderen zusammen.

Ivan Karizna spielt das berühmte ex Paul Tortelier Cello des Geigenbauers Bartolomeo Tassini von 1760, das ihm großzügigerweise von einem Mitglied der Stretton Society zur Verfügung gestellt wird.

Javus Quartett

Viola, Violine, Violine, Violoncello

Das aus Salzburg stammende Javus Quartett besteht aus den Geigerinnen Marie-Therese Schwöllinger, Alexandra Moser, dem Bratschisten Marvin Stark und dem Cellisten Oscar Hagen. Die vier jungen Musiker spielten schon viele Jahre in den verschiedensten Besetzungen miteinander und gründeten 2016 das Javus Quartett.

Sie wurden in ihrer Entwicklung maßgeblich durch Lukas Hagen, dem ersten Geiger des Hagen Quartetts, beeinflusst. Derzeit studiert das Ensemble bei Johannes Meissl (Artis Quartett) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie an der Universität der Künste Berlin bei Gregor Sigl (Artemis Quartett) und erhält Impulse durch die Arbeit mit den führenden Kammermusikprofessoren der Welt. Besonders hervorzuheben sind Eberhard Feltz, Hatto Beyerle, Gerhard Schulz, Valentin Erben, Rainer Schmidt und Thomas Adès.

Ihre rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland führte sie unter anderem in renommierte Konzerthäuser wie den Wiener Musikverein, das Konzerthaus Wien, das Konzerthaus Blaibach, die Stiftung Mozarteum Salzburg sowie zu Musikfestivals wie dem„Schleswig-Holstein Musikfestival und der Mozartwoche Salzburg.

Zu ihren KammermusikpartnerInnen gehören Valentin Erben vom Alban Berg Quartett, Jean und Agnes Sulem, Matthias Schorn sowie Pauline Sachse.

Das Quartett wurde 2024 mit dem Musikpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung, 2022 mit dem Hans-Gál-Preis, dem„Musica Juventutis Preis, dem Zukunftsklang Award Stuttgart sowie 2020 mit dem Publikumspreis des Irene Steels-Wilsing Wettbewerbs im Rahmen des Heidelberger Frühlings ausgezeichnet.

Jona Schibilsky

Violine

Jona Schibilsky stammt aus einer Berliner Musikerfamilie und konzertiert inzwischen europaweit als Konzertmeisterin, Kammermusikerin und Solistin.

Orchestererfahrung sammelte sie von 2022–2024 in der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie als Konzertmeisterin des Kammerorchesters Eroica Berlin, des Symphonieorchesters der UdK Berlin und der Deutschen Streicherphilharmonie. Im September 2025 wird sie die Position der 1. Konzertmeisterin am Königlichen Opernhaus in Madrid antreten.

Solistisch und kammermusikalisch erhielt sie zahlreiche Preise, zuletzt beim Mendelssohn-Wettbewerb als erste Geigerin des mit ihrer Schwester gegründeten Sapphō Quartetts. Sie ist Mitglied im Duo Zweigeist, das sich 2022 durch die Aufnahme in die Konzertförderung des Deutschen Musikwettbewerbs formierte.

Europaweit erhält sie Einladungen zu renommierten Festivals, teilte die Bühne bereits mit Künstlern wie Julia Fischer, Ilya Gringolts und Gregor Sigl und tritt dabei gelegentlich auch als Bratschistin in Erscheinung.

Ihre musikalische Ausbildung begann am Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach Berlin, wo sie von Michael Erxleben unterrichtet wurde. Ihr Bachelor-Studium absolvierte Jona an der Universität der Künste Berlin bei Nora Chastain und studiert dort nun im Master. Kammermusikalisch wird sie von Mitgliedern des Artemis-Quartetts betreut. Im Rahmen des Erasmus-Programms war sie 2021 Studentin am Royal College of Music in London.

Parallel studiert Jona Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin.

Jona spielt eine privat gestiftete Geige von Jean Baptiste Vuillaume aus dem Jahr 1830.

Marei Schibilsky

Violoncello

Marei Schibilsky studiert seit 2021 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Stephan Forck und Nicolas Altstaedt. Zuvor wurde sie am Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach Berlin sowie am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin musikalisch ausgebildet. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie auf Meisterkursen bei Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens Peter Maintz, Wen-Sinn Yang, Antoine Tamestit, Christian Tetzlaff, dem Artemis Quartett u. a.

Marei ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. So errang sie beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2017 und 2019 erste Preise und Sonderpreise, gewann 2019 und 2020 den Dussmann-Musikwettbewerb sowie 2022 den 2. International Music Competition musica goritiensis und den Interpretationswettbewerb der Harald-Genzmer-Stiftung in München.

Marei ist Cellistin des Bernstein Trios, das von der Jeunesses Musicales Deutschland gefördert wird und 2023 beim Rheingau Musik Festival debütierte. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2024 wurde das Ensemble in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb aufgenommen und mit einem Stipendium sowie dem Sonderpreis der Freunde junger Musiker Meerbusch Düsseldorf e. V. ausgezeichnet.

Im Januar 2025 gewann Marei mit dem Bernstein Trio den 1. Preis beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb, außerdem den Sonderpreis für die Auftragskomposition und den Preis der Freunde Junger Musiker. Beim internationalen Kammermusikwettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne 2025 erhielt das Bernstein Trio den 3. Preis. Im selben Monat erspielte sich das Ensemble beim internationalen Schumann-Kammermusikpreis in Frankfurt den 1. Preis und den Sonderpreis der Schumann-Gesellschaft.

Seit 2023 ist Marei außerdem Cellistin des Sapphō Quartetts, mit dem sie beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2024 den 3. Preis gewann. Als Solistin konzertierte Marei Schibilsky bereits mit Orchestern wie dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, dem Kammerorchester der Deutschen Oper und der Bodensee Philharmonie.

Marei ist Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben und des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin. Seit 2023 spielt sie ein Cello von Nicolas François Vuillaume aus dem Jahre 1860, das ihr von der SINFONIMA-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.

Markus Groh

Klavier

Als „Symbiose von Furor und Poesie“ bezeichnete die Frankfurter Allgemeine das Klavierspiel von Markus Groh. Die Süddeutsche Zeitung stellte bereits bei seinem Debüt im Herkulessaal Vergleiche mit dem „Temperament einer Argerich und der ästhetischen Strenge eines Swjatoslaw Richter“ an. Nach dem 1. Liszt-Klavierkonzert 2007 schrieb die New York Times von einer „energiegeladenen, substanzvollen“ Interpretation, welche „sowohl Bravour als auch Sensibilität“ geboten habe, und 2009 bezeichnete man ihn nach dem mit dem Cleveland Orchestra dargebotenen Brahms B-Dur Klavierkonzert als „besonders herausragend geeignet für dieses gigantische Werk. Ein kompletter Virtuose“.

Der Gewinner des 1. Preises des berühmten Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel (1995) gastiert heute bei den großen Orchestern in Europa, den USA und Asien. So trat er mehrfach mit Klangkörpern wie dem London Symphony, dem Cleveland Orchestra, dem New York Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, den St. Petersburger Philharmonikern, dem Budapest Festival Orchestra und vielen deutschen Spitzenorchestern unter Dirigenten wie Ivan Fischer, Neeme Järvi, Hannu Lintu, Fabio Luisi, Kent Nagano und Jonathan Nott auf.

Markus Groh konzertierte weltweit bei zahlreichen renommierten Festivals wie z. B. dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Schwetzinger Festspielen, der Schubertiade Schwarzenberg, und gibt immer wieder Klavierabende in vielen Musikzentren der Welt, so u. a. in Amsterdam, Antwerpen, Athen, Berlin, Brüssel, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, London, Mexico City, München, New York, Paris, Seattle, Stuttgart, Tokio, Toronto, Osaka, Washington D.C., Wien und Zürich.

Auch das von ihm vor zwei Jahrzehnten gegründete „Bebersee Festival“ im Norden Berlins entwickelte sich zu einem ganz besonderen Event (www.beberseefestival.de).

Markus Groh erhielt für seine erste erschienene Liszt-SACD gleich mehrere Auszeichnungen, darunter den begehrten „Editor’s Choice“ im Gramophone Magazine. Eine zweite SACD mit Werken von Brahms wurde von der Fachzeitschrift Fonoforum mit dem Stern des Monats ausgezeichnet. Seine neueste Veröffentlichung, die Weltersteinspielung des Klavierquartetts von Danny Elfman, erschien 2019 unter Mitwirkung von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker bei SONY CLASSICAL.

Orbis Quartett

Violoncello, Viola, Violine, Violine

Einzigartig ist die Kombination von klassischem Repertoire und eigens arrangierten Werken aus unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen, die nicht nur gespielt, sondern auch gesungen werden. Im Sinne dieser weltumspannenden Dimension entstand der Name Orbis.

„Ihre Musik strahlt in einer ausserordentlichen Transparenz und Aussagekraft“ (Südwest Presse), „betörend schön“, „belebend wie ein doppelter Espresso“ (Tiroler Tageszeitung), „beeindruckend locker, beeindruckend unterhaltsam“ (Der Tagesspiegel) – so beschreibt die Presse das singende Streichquartett aus Berlin.

Gegründet 2014, gewann das Quartett nach kurzer Zeit schon den 1. Preis und den Sonderpreis beim Internationalen Beethoven-Wettbewerb in Krakau, sowie den 2. Preis beim Internationalen Brahms-Wettbewerb in Pörtschach. Darauf folgten Radio-Livemitschnitte beim Bayerischen Rundfunk, dem rbb-Berlin, beim NDR Hamburg, der Radio Philharmonie Kattowitz und Einladungen zu bekannten Festivals wie den Tiroler Festspielen Erl, dem Salzburger Kammermusikfestival, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, dem Copenhagen Summer Festival und dem Montreal Chamber Music Festival.

Ihre wichtigsten musikalischen Einflüsse erhielten die Musiker von Prof. Friedemann Weigle (Artemis Quartett), durch ein Kammermusik Studium am Salzburger Mozarteum bei Prof. Rainer Schmidt (Hagen Quartett) und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Prof. Eberhard Feltz und Prof. Andreas Rainer (Rosamunde Quartett). Im Rahmen der ECMA (European Chamber Music Academy) wurden sie insbesondere durch Prof. Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett) und Prof. Johannes Meissl (Artis-Quartett) gefördert.

Ein bis heute verfolgtes Ziel des Quartetts ist es, ihre Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Daher spielen sie nicht nur auf klassischen Konzertpodien, sondern auch in Bars und Clubs und beteiligen sich an Education-Projekten wie der Berliner Kinderphilharmonie.

Tilman Hussla – Violine
Julia Yoo Soon Gröning – Violine
Kundri Lu Emma Schäfer – Viola
Felix Thiemann – Violoncello

Severin von Eckardstein

Klavier

Severin von Eckardstein zählt zu den bedeutendsten deutschen Pianisten seiner Generation und ist mit Solo- und Orchesterkonzerten längst auf vielen großen Podien der Welt zuhause.

Nebst Auftritten in Metropolen wie London, Paris, New York, Budapest, Moskau, Bangkok, Hongkong, Seoul und Tokyo war er vielfach auch bei Musikfestivals zu hören, so beim Klavier-Festival Ruhr, dem Festival in La Roque d’Anthéron, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, Raritäten der Klaviermusik in Husum oder dem Miami International Piano Festival. Er gastierte mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Lothar Zagrosek und Marek Janowski. Wichtige Debuts erfolgten u.a. mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Paavo Järvi, mit dem Dallas Symphony Orchestra unter Jaap van Zweden und mit der Hungarian National Philharmony unter Zsolt Hamar. Bis zu ihrem Ende im Jahr 2020 spielte von Eckardstein insgesamt acht Rezitale in der Reihe “Meesterpianisten” im Concertgebouw Amsterdam. 2022 folgte seine 7. Einladung zum Klavierfestival Ruhr. Im November 2020, zu Zeiten des weltweiten Lockdowns, debütierte er mit dem Mariinsky Orchestra unter Valery Gergiev in St. Petersburg sowie dem Ural Philharmonic in Jekaterinburg, Russland. Sein Debut in der Elbphilharmonie erfolgte 2022 mit Skrjabins Klavierkonzert und der Hamburger Camerata.

Von Eckardstein ist Preisträger und Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe. So erhielt er u.a. den 1. Preis beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel, 2003. Mehrfach erhielt er Sonderpreise für die „Beste Interpretation zeitgenössischer Musik“. Mehrere Stiftungen und Gesellschaften, u.a. die Mozartgesellschaft und die Studienstiftung des Deutschen Volkes, haben ihn mit Stipendien ausgezeichnet. 2002 erhielt er den Europäischen Kulturförderpreis in Berlin und 2003 den Preis „Echo Klassik“.

Der Künstler erhielt wesentliche Impulse seiner künstlerischen Ausbildung bei Prof. Barbara Szczepanska, Prof. Karl-Heinz Kämmerling und Prof. Klaus Hellwig und gewann weitere Anregungen durch Studien an der International Piano Academy Lake Como, Italien. Regelmäßig erteilt er Meisterkurse, so unterrichtete er u.a. in Südkorea, in Finnland, Belgien, Holland und an der UdK Berlin. Seit dem Wintersemester 2023/24 ist von Eckardstein Professor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Auch die Kammermusik genießt in seinem Repertoire einen hohen Stellenwert. Dabei trat er in Festivals wie dem Kuhmo Chamber Music Festival, Finnland, und – zusammen mit dem Cellisten Heinrich Schiff – in dem Risør Chamber Music Festival, Norwegen, auf. Künstler wie Sophia Jaffé, Isang Enders, Isabelle van Keulen und Igor Levit gehören zu seinen Partnern. Zusammen mit Franziska Hölscher gründete er vor einigen Jahren die Kammermusikreihe Klangbrücken am Berliner Konzerthaus.

Von Eckardsteins außerordentlich umfangreiches Repertoire umfasst Werke von der Barockzeit bis zur Musik des 21. Jahrhunderts; so brachte er mehrere Werke zeitgenössischer Komponisten, insbesondere des Amerikaners Sidney Corbett, zur Uraufführung. Einer seiner gegenwärtigen Schwerpunkte ist spätromantische Klaviermusik von weniger häufig gespielten Komponisten, wie z.B. Nicolai Medtner.

Seine CD-Aufnahmen, u.a. mit Werken von Schubert, Skrjabin, Medtner, Wagner und Schumann, wurden vielfach ausgezeichnet. Die 2018 erschienene CD mit Werken von Debussy und Dupont erhielt den Diapason d´Or. Im Herbst 2023 erschien sein neuestes Album Vers la flamme.

Karolina Pawul

Viola

Die Bratschistin Karolina Pawul, 1998 in Warschau geboren, bekam mit 7 Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Nach einigen Wettbewerbserfolgen begann sie mit 16 Jahren zusätzlich Bratsche zu spielen. Sofort erspielte sie sich Erste Preise beim National Viola and Double Bass Contest (2014), III. Meeting of Young Violists in Skierniewice, National Bowed Instruments Competition for Youth (2015), 19. International Bowed String Instruments Competition in the Name of Bohdan Warchal (2015), I. Viola Review in the Name of Tadeusz Gonet und National Viola Competition in the Name of Dominik Rutkowski (2016).

Als Solistin trat Karolina 2016 mit dem China Philharmonic Orchestra in der Verbotenen Stadt in Peking beim Wettbewerb Morningside Music Bridge auf, wo sie außerdem Unterricht bei Wang Shaowu, Teng Li, Steve Tenenbom, Emlyn Stam, Atar Arad, Sheng Li und Roberto Diaz erhielt.

Weitere solistische Auftritte hatte sie im Polish Radio Studio, in der Warschauer Philharmonie, mit der Sinfonietta Cracovia, im Krzysztof Penderecki European Centre for Music und im Rahmen der rbb-Sendung „Die Absolventen“ in Berlin. 2022 spielte sie als Solistin mit der Baden-Badener Philharmonie.

Seit dem Wintersemester 2017/18 studiert Karolina bei Prof. Hartmut Rohde an der Universität der Künste in Berlin. Kammermusikunterricht in unterschiedlichen Formationen (Streichtrio, Streichquartett, Klavierquartett) erhält sie dort u.a. von Prof. Eckart Runge.

Seit 2019 ist sie Solobratschistin des Orchesters der Universität der Künste Berlin. Von 2018 bis 2020 war Karolina Solobratschistin des European Union Youth Orchestra. Konzerte führten sie u.a. nach Amsterdam (Concertgebouw), Berlin (Konzerthaus), London (Royal Albert Hall), St. Petersburg (Mariinski-Theater), Dubai, Kanada, Kuba und in die Hamburger Elbphilharmonie.

Sie spielte unter Dirigenten wie Manfred Honeck, Gianandrea Noseda, Stephane Denève, Vasily Petrenko und Valery Gergiev. Seit 2022 ist Karolina Mitglied der Kammerphilharmonie Metamorphosen Berlin unter der Leitung von Wolfgang Emanuel Schmidt.

Von 2014 bis 2017 war Karolina Stipendiatin der Krajowy Fundusz na rzecz Dzieci, von 2018 bis 2020 des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und seit 2018 ist sie Stipendiatin der Paul-Hindemith-Gesellschaft Berlin.

Ab März 2024 hat Karolina einen Zeitvertrag in der Dresdner Philharmonie.

Vineta Sareika

Violine

Die vielseitige Karriere der lettischen Geigerin Vineta Sareika umfasst ein breites Tätigkeitsspektrum – von Solistin, über Kammermusikerin und Konzertmeisterin, bis zur Professorin und Jurymitglied. Sie ist Preisträgerin des Königin Elisabeth Wettbewerbs, Primaria des Artemis Quartetts und war die erste Konzertmeisterin in der Geschichte der Berliner Philharmoniker.

Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet Vineta Sareika Kammermusik an der Universität der Künste Berlin, bekleidet eine Honorarprofessur an der Lettischen Musikakademie und engagiert sich als Jurymitglied bei renommierten Violin- und Kammermusikwettbewerben weltweit.

Ihr Violinstudium begann im Alter von fünf Jahren in ihrer Heimatstadt Jurmala. Sie studierte später am Conservatoire National Supérieur de Paris bei Gérard Poulet und am Queen Elisabeth Music College bei Augustin Dumay.

Ihre Aufnahmen mit dem Artemis Quartett, sowie mit dem Trio Dali und ihrer langjährigen Duopartnerin, der Pianistin Amandine Savary, wurden vielfach ausgezeichnet (Echo Klassik, OPUS Klassik, Diapason d’Or, Classica Choc of the Year, Gramophone Editor’s Choice, Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Prix Caecilia, Grand Prix de l’Académie Charles Cros).

Vineta Sareika spielt eine Geige von Antonio Stradivari (1683), die ihr die Ruggieri-Stiftung großzügig zur Verfügung gestellt hat.